Aktuelles zum Entwurf der Pfarreistrukturreform
Im vergangenen Herbst veröffentlichte das Bistum Speyer unter dem Titel „Ein Segen sollt ihr sein“ einen ersten Konzeptentwurf für eine Strukturreform. Es handelte sich dabei um eine Weiterentwicklung des Seelsorgekonzepts „Gemeindepastoral 2015“, verknüpft mit der Segensorte-Vision des Bistums sowie den zentralen Inhalten und Vorgaben des diözesanen Strategieprozesses. In einem breit angelegten Beratungsprozess konnten mehr als 3.500 Rückmeldungen von Räten und Gruppierungen, Einzelpersonen und Verbänden sowie Ehren- und Hauptamtlichen eingeholt werden. Auf Grundlage dessen, und auf Basis der Ergebnisse einer Beratung in der Diözesanversammlung, wurde der Entwurf durch fünf Arbeitsgruppen überarbeitet und jetzt neu veröffentlicht.
„Eine große Unsicherheit und manchmal sogar Resignation waren bei einem Blick in die Zukunft zu spüren“, fasst Generalvikar Markus Magin in einer geistlichen Einführung, die begleitend zum überarbeiteten Entwurf veröffentlicht wurde, die Beratungen der vergangenen Monate zusammen. „Die Herausforderungen, die vor uns liegen, werden (…) natürlich nicht geringer und die Veränderungen, vor denen wir stehen, bleiben gewaltig. Aber wir können sie voller Hoffnung anpacken.“ Kirche habe sich in ihrer äußeren Gestalt immer wieder verändert, und sie werde sich weiter verändern.
Zum Download
Überarbeiteter Entwurf zur Strukturreform "Ein Segen sollt ihr sein"
Geistliche Einführung zum Entwurf von Generalvikar Markus Magin
Präsentation aus den digitalen Informationsveranstaltungen am 6. & 13. November 2025
Neun Pfarreien bilden die neue Struktur
Finanzielle und personelle Gründe, aber auch eine rückläufige Zahl der Gläubigen, führen dazu, dass die bisherigen 70 Pfarreien in absehbarer Zukunft nicht mehr als territoriale Struktureinheiten des Bistums ausreichen werden. Im Unterschied zum ersten Entwurf sollen die vorgesehenen elf Dekanate nun als Pfarreien begründet werden. Geplant sind neun Pfarreien, die sich an den Grenzen der bisherigen zehn Dekanate orientieren sollen – die Dekanate Kusel und Kaiserslautern sollen zu einer Pfarrei zusammengefasst werden.
„Nähe ist ein zentrales Ziel bei der Neugestaltung der pastoralen Räume, weil sie eine zentrale Voraussetzung für Seelsorge ist“, heißt es im überarbeiteten Entwurf. Daher soll künftig zwischen zwei zentralen Handlungsebenen unterschieden werden: Die neun Pfarreien als kirchenrechtliche und organisatorische Einheit, sowie darunter die Gemeinden, als Ort seelsorglicher Nähe und gelebter Glaubensgemeinschaft. Sie sind, so der Entwurf, „die konkrete, lebendige Gestaltung von Kirche vor Ort“. Generalvikar Magin betont: „Wir sehen in den größeren Pfarreistrukturen mit ihren vielfältigen Gemeinden und Gemeinschaften vor allem eine Chance, Nähe auf neue Weise entstehen lassen zu können. Wir müssen als Kirche auch weiterhin nah bei den Menschen sein.“
Der Entwurf sieht auch die Bildung neuer Gremien vor. So soll es in den neuen Pfarreien künftig unter anderem einen vierköpfigen geschäftsführenden Pfarreivorstand, eine Pfarreikonferenz oder Schwerpunktteams geben, in den Gemeinden werden Gemeindeteams gebildet. Die künftige pastorale Schwerpunktsetzung soll in einem synodalen Prozess nach dem Beschluss des Entwurfs erarbeitet werden.
Beratung des Entwurfs in verschiedenen Gremien
Der überarbeitete Entwurf wurde in digitalen Informationsveranstaltungen und bei synodalen Beratungsformaten (Dekanatsbesuche und Veranstaltungen für bestimmte Zielgruppen) den Haupt- und Ehrenamtlichen im Bistum vorgestellt. Auch Rückmeldungen von Einzelpersonen oder Gruppierungen wurden wieder eingeholt.
Aktuell werden alle Rückmeldungen zusammengelegt, ausgewertet und für die weiteren Beratungen bei der Diözesanversammlung am 13. Juni 2026 zur Verfügung gestellt.
„Wo wir uns (…) Jesus Christus als dem Weg, der Wahrheit und dem Leben anvertrauen, wird er uns führen“, betont Magin in seiner geistlichen Einführung. Damit werde auch eine Strukturreform zum geistlichen Prozess. Der Generalvikar ruft dazu auf, diesen Prozess synodal, als Weg im Hören auf Gott und aufeinander, zu gestalten. „So werden wir auch in Zukunft auf vielerlei Weise (s)ein Segen sein.“
„Es geht um einen Paradigmenwechsel“
Das Bistum Speyer befindet sich in einem tiefgreifenden Veränderungsprozess. In mehreren Dekanatstreffen sowie Gesprächen mit haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern wurde über ein überarbeitetes Strukturkonzept beraten. Generalvikar Markus Magin begleitete zusammen mit dem Bischof sowie Mitgliedern der Steuerungsgruppe diese Treffen.
Im Interview mit der Kirchenzeitung "der pilger" berichtet der Generalvikar von den bisherigen Dekanatsbesuchen und der Strukturreform im Allgemeinen.
Ergebnisse der Beratungsphase zum überarbeiteten Entwurf
Im Herbst 2025 ist mit der Veröffentlichung des überarbeiteten Entwurfs die zweite Beratungsphase gestartet.
Die Rückmeldungen werden hier gesammelt, die Liste wird fortlaufend aktualisiert.
- Eingereichte Resonanzen der Pfarreien für den Dekanatsbesuch:
- Pfarrei Hl. Theresia vom Kinde Jesus Bad Dürkheim
- Pfarrei Hl. Michael Deidesheim
- Pfarrei Hl. Elisabeth Grünstadt 1
- Pfarrei Hl. Elisabeth Grünstadt 2
- Pfarrei Hl. Klara Haßloch
- Pfarrei Hl. Lukas Hettenleidelheim
- Pfarrei Heilig Geist Neustadt
- Pfarrei Hl. Theresia von Avila Neustadt 1
- Pfarrei Hl. Theresia von Avila Neustadt 2
- Weitere Resonanzen aus dem Dekanat für den Dekanatsbesuch:
- Protokoll zum Dekanatsbesuch
- Eingereichte Resonanzen der Pfarreien für den Dekanatsbesuch:
- Weitere eingereichte Resonanzen für den Dekanatsbesuch:
- Protokoll zum Dekanatsbesuch
- Anlage zum Protokoll
- Anlage 2 - Kapitel 5
- Anlage 3 - Kapitel 6
- Anlage 4 - Kapitel 7
- Anlage 5 - Kapitel 8
- Anlage 6 - Kapitel 9
- Anlage 7 - Kapitel 10
- Anlage 8 - Kapitel 11
- Eingereichte Resonanzen der Pfarreien für den Dekanatsbesuch:
- Protokoll zum Dekanatsbesuch
- Eingereichte Resonanzen der Pfarreien für den Dekanatsbesuch:
- Weitere Resonanzen aus dem Dekanat für den Dekanatsbesuch:
- Dekan Steffen Kühn zum Dekanatsbesuch in Kaiserslautern am 4. März 2026
- Protokoll zum Dekanatsbesuch
- Weitere eingereichte Resonanzen für den Dekanatsbesuch:
- Eingereichte Resonanzen der Pfarreien für den Dekanatsbesuch:
- Pfarrei Hl. Elisabeth Annweiler
- Pfarrei Hl. Edith Stein Bad Bergzabern
- Pfarrei Hl. Anna Edenkoben
- Pfarrei Hl. Laurentius Herxheim 1
- Pfarrei Hl. Laurentius Herxheim 2
- Pfarrei Hl. Maria Magdalena Klingenmünster
- Pfarrei Hl. Augustinus Landau
- Pfarrei Mariä Himmelfahrt Landau
- Pfarrei Maria, Mutter der Kirche, Maikammer
- Weitere Resonanzen aus dem Dekanat für den Dekanatsbesuch:
- Protokoll zum Dekanatsbesuch
- Eingereichte Resonanzen der Pfarreien für den Dekanatsbesuch:
- Weitere eingereichte Resonanzen für den Dekanatsbesuch:
- Bericht: „Immer wieder Gestalter sein“
- Eingereichte Resonanzen der Pfarreien für den Dekanatsbesuch:
- Weitere Resonanzen aus dem Dekanat für den Dekanatsbesuch:
- Protokoll zum Dekanatsbesuch
- Eingereichte Resonanzen der Pfarreien für den Dekanatsbesuch:
- Weitere eingereichte Resonanzen für den Dekanatsbesuch:
- Protokoll zum Dekanatsbesuch
- Eingereichte Resonanzen der Pfarreien für den Dekanatsbesuch:
- Pfarrei Hl. Petrus Bobenheim-Roxheim 1
- Pfarrei Hl. Petrus Bobenheim-Roxheim 2
- Pfarrei Hl. Sebastian Dannstadt-Schauernheim
- Pfarrei Hl. Hildegard von Bingen Dudenhofen
- Pfarrei Heilige Dreifaltigkeit Frankenthal
- Pfarrei Hl. Antonius von Padua Maxdorf
- Pfarrei Pax Christi Speyer
- Pfarrei Hl. Christophorus Waldsee
- Weitere Resonanzen aus dem Dekanat für den Dekanatsbesuch:
Abteilung Jugendseelsorge und BDKJ-Vorstand
Grundkurs katholische Religion Klasse 11 des Reichswaldgymnasiums in Ramstein-Miesenbach
Katholische Jugendzentrale Landau
Katholische Öffentliche Büchereien
Pfarreiratsvorstand der Pfarrei Hl. Petrus Bobenheim-Roxheim
Stabsstelle Innovation und Transformation & Kreis der Pionier:innen
Stabsstelle Innovation und Transformation & Laboratorien Ev. Landeskirche
